Bitcoin hält 80.000 US-Dollar, Brent nähert sich 110 US-Dollar

Nach einer turbulenten Woche steht Bitcoin fast dort, wo er begonnen hat: Am Montag notiert die Kryptowährung bei rund 82.500 US-Dollar, eine Woche zuvor waren es etwa 83.400 US-Dollar. Den Tiefpunkt brachten die US-Inflationsdaten am Mittwoch. Kurzzeitig fiel der Kurs auf etwa 80.200 US-Dollar, dann setzte Kaufinteresse ein, und die Marke von 80.000 US-Dollar hielt. Ether schnitt schwächer ab und gab von rund 2.550 auf etwa 2.425 US-Dollar nach, denn riskantere Werte bekamen die Risikoscheu am stärksten zu spüren. Aus unserer Sicht verhalten sich digitale Assets weiterhin wie eine Makro-Anlage. Den Takt geben Zinserwartungen und die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen vor, nicht Nachrichten aus der Kryptobranche. Solange sich daran nichts ändert, dürften Ölpreis, Inflation und Geldpolitik die Kurse stärker bewegen als On-Chain-Daten oder Entwicklungen im Sektor.
Die institutionelle Nachfrage blieb schwach. Laut Farside verzeichneten die US-Spot-Bitcoin-ETFs vergangene Woche Nettoabflüsse von 228,4 Millionen US-Dollar. Nur der Dienstag fiel mit Zuflüssen von 175,7 Millionen US-Dollar nennenswert aus dem Rahmen. Auf BlackRocks IBIT entfielen 165,4 Millionen US-Dollar der Rücknahmen. Das ist bemerkenswert, denn IBIT ist das größte und liquideste Produkt im Segment. Noch schwächer schnitten die Spot-Ether-ETFs ab: Sie verloren rund 320 Millionen US-Dollar, womit sich die Abflüsse im Oktober auf knapp 955 Millionen US-Dollar summieren. Seit ihrem Start verbuchen die Bitcoin-ETFs allerdings weiterhin kumulierte Nettozuflüsse von rund 57 Milliarden US-Dollar. Die jüngsten Verkäufe deuten daher eher auf taktischen Risikoabbau hin als auf einen breiten Rückzug aus der Anlageklasse.





