Market Pulse: Oktober 2026

Binnen zwei Wochen stieg der Ölpreis über 110 US-Dollar, der CLARITY Act scheiterte im Senat mit 49 zu 50 Stimmen, und die Fed erhöhte die Zinsen zum ersten Mal seit Juli 2023. Jedes dieser Ereignisse hätte die Sommerrally beenden können. Bitcoin hat alle drei verkraftet und den September rund 7 % höher beendet. Für die Kryptowährung war es das beste dritte Quartal seit 2017.
Offen ist, ob dieser Boden auch dann hält, wenn zehnjährige US-Staatsanleihen 5,30 % abwerfen. Die Oktober-Ausgabe von Market Pulse zeigt, wer derzeit kauft, was der Anleihemarkt einpreist und warum eine Welle von KI-Börsengängen um dasselbe Risikokapital konkurrieren könnte.
Zusammenfassung: Bitcoin trotzt der ersten Zinserhöhung seit 2023
Im September 2026 hat der Zinserhöhungszyklus begonnen, und digitale Assets haben ihn verkraftet. Am 16. September hob die Federal Reserve den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 % an. Es war die erste Erhöhung seit Juli 2023, einstimmig beschlossen und gegen offenen Druck aus dem Weißen Haus. Der Anleihemarkt hatte sich schon vorher bewegt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg im Monatsverlauf um 54 Basispunkte auf rund 5,30 %, den höchsten Stand seit 2007. Die 30-jährige Laufzeit schloss bei 5,64 % und damit so hoch wie seit 2002 nicht mehr. Ob die Fed am 28. Oktober, sechs Tage vor den Zwischenwahlen, erneut erhöht, gilt am Terminmarkt inzwischen als offen. Bitcoin schloss den September dennoch bei rund 83.500 US-Dollar, ein Plus von etwa 7 %. Ethereum legte um rund 9 % auf knapp 2.690 US-Dollar zu. Für beide war es der dritte Monatsgewinn in Folge, für Bitcoin zudem das beste dritte Quartal seit 2017.





